Gastronomen und Hoteliers zeigen sich optimistisch


Gastronomie und Hotellerie ziehen ein grundsätzlich positives Fazit der Sommersaison 2016. Auch die Geschäftserwartungen beurteilt die Branche optimistisch. Das belegen die Zahlen der kürzlich veröffentlichten DEHOGA-Konjunkturumfrage.

 

„Die gute Arbeitsmarktlage, niedrige Zinsen und Preissteigerungsraten sorgen dafür, dass vor allem der private Konsum in Deutschland weiterhin eine wichtige konjunkturelle Stütze bleibt. Davon kann unmittelbar das Gastgewerbe profitieren“, erläitert Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband).

 

Die positiven Ergebnisse spiegeln auch die zuletzt erschienenen Zahlen des Statistischen Bundesamtes wider. Danach setzten die Betriebe im Gastgewerbe von Januar bis September nominal 3,3 Prozent mehr um (real 1,2 Prozent), der DEHOGA Bundesverband hatte für das Gesamtjahr ein nominales Umsatzplus von 2,5 Prozent prognostiziert. Für Frust in der Branche sorgen dennoch die stetig steigenden Betriebskosten, bürokratische Auflagen und Dokumentationspflichten sowie das starre Arbeitszeitgesetz. So sind trotz steigender Umsätze die Erträge bei 41,0 Prozent der gastronomischen Betriebe gesunken.

 

Geschäftslage Sommer

Die Mehrheit der Gastronomen blickt trotz des eher durchschnittlichen Wetters grundsätzlich positiv auf den zurückliegenden Sommer zurück. Wichtigster Impulsgeber hierfür sei weiterhin die Konsumfreude der Deutschen gewesen. So beurteilen 46,6 Prozent (Vorjahr 50,7 Prozent) der Befragten ihre Geschäftslage im Sommer als gut, 38,3 Prozent (Vorjahr 35,1 Prozent) als befriedigend. 68,2 Prozent (Vorjahr 72,5 Prozent) der Unternehmen konnten ihre Umsätze stabil halten oder ausbauen.

 

Die Hotellerie bewertet ihre Geschäftslage im Sommer 2016 positiver als in der Vorjahressaison. So berichten 68,6 Prozent (Vorjahr 61,2 Prozent) der Befragten von einer guten und 26,1 Prozent (Vorjahr 31,2 Prozent) von einer befriedigenden Geschäftslage. Trotz des eher durchschnittlichen Sommerwetters konnten die Ferienregionen erneut vom Wachstum profitieren. Auch der Städtetourismus und der Geschäftsreiseverkehr zeigten sich stark. Deutschland präsentiert sich als attraktives und sicheres Reiseland mit einem im internationalen Vergleich guten Preis-Leistungs-Verhältnis. 80,7 Prozent (Vorjahr 77,9 Prozent) der Betriebe konnten ihren Umsatz erhöhen beziehungsweise stabil halten.

 

Geschäftserwartungen

Insgesamt prognostizieren 43,5 Prozent (Vorjahr 37,8 Prozent) der Befragten in der Gastronomie für den Winter 2016/17 bessere Geschäfte. 12,9 Prozent (Vorjahr 15,1 Prozent) erwarten schlechtere Geschäfte. Wachstumsimpulse erhoffen sich die Betriebe durch ein gutes Weihnachts- und Jahresendgeschäft.

 

Die Erwartungen der Hotellerie hinsichtlich der Geschäftsentwicklung für den Winter 2016/17 gestalten sich deutlich besser als im Vorjahr. 43,3 Prozent (Vorjahr 34,3 Prozent) der Befragten erwarten bessere Geschäfte. Lediglich 15,1 Prozent (Vorjahr 15,0 Prozent) gehen von schlechteren Geschäften aus.

 

Größte Herausforderungen

Die Mitarbeitergewinnung steht laut der Umfrage für rund 60 Prozent der Unternehmer in Gastronomie und Hotellerie an vorderster Stelle bei den Problemfeldern, gefolgt von der bürokratischen Arbeitszeitdokumentation und steigenden Betriebskosten mit deutlich mehr als 40 Prozent.

 

Grundlage der Umfrage sind Antworten von 3.000 Hoteliers und Gastronomen in ganz Deutschland. Die Beurteilung der Konjunkturentwicklung bezieht sich auf die Geschäftslage im Zeitraum April bis September 2016 sowie die Geschäftserwartungen für die Monate Oktober 2016 bis März 2017. Die Daten wurden im Zeitraum vom 12. September bis 14. Oktober 2016 erhoben.

 

Die ausführliche Konjunkturumfrage finden Sie hier.

 

www.dehoga-bundesverband.de

 

 

Geschrieben am: 17.11.2016